Glossar

A

AMG

Arzneimittelgesetz. Regelt Herstellung und Inverkehrbringen von Arzneimitteln.

Albaranhebel

Technische Besonderheiten des Duodenoskops: Ermöglicht gezielten Umgang mit Zusatzinstrumente.

AGW

Zu überwachende Arbeitplatzgrenzwerte nach der GefStoffV.

Aloe Vera

Pflanzenwirkstoff, der feuchtigkeitsspendende,entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung beinhaltet.

Aminderivate

Als Amine werden organische Abkömmlinge (Derivate) des Ammoniaks (NH3) bezeichnet. Amine werden in Desinfektionsmitteln verwendet. Amine sind oberflächenaktive Substanzen und besitzen sie neben ihrer bioziden Wirkung auch eine gute Reinigungswirkung.

Amylasen

Amylasen sind Enzyme, die Polysaccharide spalten und abbauen.

Antimikrobiell

Wirksamkeit gegen Mirkoorganismen – allgemeiner Begriff

A.niger

Aspergillus niger. Weltweit verbreiteter, sehr restistenter Fadenpilz. Verursacht schwere Erkrankungen.

Adeno

Unbehülltes Virus. Weit verbreitet. Verursacht schwerwiegende Erkrankungen, insbesondere Atemwegsinfektionen, Magen-Darm-Infektionen. Testvirus zum Nachweis der Viruswirksamkeit.

Antiseptikum

Arzneimittel, das Krankheitserreger auf der Haut und Schleimhaut bekämpft

apathogen

verursacht keine Erkrankungen.

ArbStättV und ASR

Arbeitsstättenverordnung und Arbeitsstätten-Richtlinien - regeln das Errichten, Betreiben nach sicherheitstechnischen, arbeitsmedizinischen und hygienischen Regeln.

Arnika (Arnika Montana)

Heilpflanze, die anregend, durchblutungsfördernd und entzündungshemmend wirkt

Asepsis

Keimfreiheit, zur Vermeidung von Infektionen durch Krankheitserreger

Aldehyde

Desinfektionswirkstoff auf organischer Basis, dazu gehören Formaldehyd und Glutaraldehyd. Vorteile: Umfassend untersucht, umfassend mikrobiologisch wirksam. Nachteile: Toxizität, Expositionen, proteinfixierende Wirkung.

Alkalisch

Gegensatz zu sauer, pH-Wert 7–14.

Aqua dest

Entmineralisiertes, destilliertes Wasser.

Aqua purificata

Destilliertes Wasser.

B

B.- subtilis

grampositives, sporenbildendes Bakterium

Bakterien

Bakterien sind sehr kleine, einzellige Mikroorganismen, die sich selbst vermehren können.

Bakterizid

Abtötung von Bakterien

BAuA

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Begrenzt viruzid

wirksam gegen behüllte Viren

Behandlungsindikator

zeigt durch Farbumschlag die thermische Einwirkung auf Sterilgutverpackung

behüllte Viren

Behüllte Viren bestehen aus einer Membrane und eingelagerten viralen Proteinen. Behüllte Viren sind leichter zu bekämpfen als unbehüllte Viren.

Benannte Stelle

zuständig für Überwachung und Überprüfung im Zusammenhang mit Konformitätsbewertungen nach dem MPG. Erteilt Zertifikate.

Betain

ist ein sekundärer Pflanzenstoff. Mildert Hautirritationen. Wirkt zellschützend und feuchtigkeitsspendend.

Betriebsanweisung - BioStoffV

Schriftliche Information für Tätigkeiten mit Expositionen durch biologische Arbeitsstoffe.

Betriebsanweisung - GefStoffV -

Schriftliche Information für den Umgang mit gefährlichen Arbeitsstoffen.

Betriebsqualifikation

ist der Nachweis, dass Geräte mit den vorgegebenen Spezifikationen (Installations- u. Betriebsbedingungen) der Hersteller auch unter den örtlichen Bedingungen übereinstimmen.

BfArM

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Ist eine selbständige Bundesoberbehörde im Bundesministerium für Gesundheit.

BGR

Berufsgenossenschaftliche Regeln für Sicherheit und Gesundheit.

BGV A 1

Unfallverhütungsvorschrift. Regelt Geltungsbereiche und beinhaltet grundsätzliche Vorschriften zur Prävention.

BGW

Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege

Biofilme

Allgegenwärtig. Vorhanden in wasserführenden Leitungen und auf wasserkontaktierten Oberflächen. Beherbergen grammnegative Bakterien wie P. aeruginosa. Resistenter gegen Antibiotika und Desinfektionsmittel.

Biokompatibilität

bezeichnet die Verträglichkeit von Stoffen, Materialien auf Menschen und andere Lebewesen.

BioStoffV

Biostoffverordnung. Schützt Beschäftigte vor Gefährdungen bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen.

Biozide

Chemische Stoffe und Zubereitungen, die Mikroorganismen abtöten oder deren Funktionen einschränken.

Biozidgesetz

Regelt das Inverkehrbringen von Biozidprodukten.

Biozidrichtlinie

EG-Richtlinie über das Inverkehrbringen von Biozidprodukten.

BMG

Bundesministerium für Gesundheit

Bowie-Dick-Test

Leistungsprüfung für Dampfsterlilisatoren für verpacktes Sterilgut und poröse Beladungen (Textilien).

BVDV

Bovine Viral Diarrhea Virus - behüllter Surrogatvirus zum Nachweis der HCV-Wirksamkeit.

BVÄrzteÖGD

Berufsverband der Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienst

BÄK

Bundesärztekammer

C

C. albicans

Candida albicans. Grampositive Hefepilz. Verursacht Mykosen.

CAS

Internationales Stoffeverzeichnis für Chemikalien

CE und CE (0481)

Kennzeichnung von Medizinprodukten, ggf. mit Kennnummer, wenn eine benannte Stelle mit Prüfung der Konformität befasst ist.

CEN

Comité Européen de Normalisation. Europäisches Komitee für Normung

Charge

zusammenhängende Beladungen im Aufbereitungsprozess.

chemo-thermische Desinfektionsverfahren

Abtöten/Inaktivieren von Mikroorganismen bei 50° - 60° C (thermolabile Materialien).

Chirurgische Händedesinfektion

Reduziert zusätzlich zu den transienten Keimen/Mikroorganismen auch residente Keime

CJK/nVCJK

Creutzfeld Jacob Krankheit / neue Variante Creutzfeld Jakob Krankheit

Clostridium difficile

Sporenbildendes grampositives Bakterium. Einer der häufigsten Krankenhauskeime

CLP-Verordnung

(Classification, Labelling and Packaging) Auch als GHS-Verordnung bezeichnet. Harmonisierung der Kennzeichnung von Gefahstoffen.

Contakt Slides

Semiquantitativer Nachweis von Bakterien, Hefen, Pilzen auf Oberflächen.

D

Desinfektion

Abtöten/Inaktivieren von Mikroorganismen - mit Ausnahme bakterieller Sporen.

Desinfektionsverfahren

chemische, thermische sowie chemo-thermische Verfahren.

DGHM

Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie

DGKH

Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene e. V

DGSV

Deutsche Gesellschaft für Sterilgutversorgung

DHBV

Duck-Hepatitis-B-Viren

DHBV-Infektiositätstest

International anerkannte Methode zum sicheren Nachweis der HBV-Wirksamkeit

DIMDI

Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information.

DIN

Deutsches Institut für Normung

DNA-Polymerase-Test

Ein früher gebräuchliches, indirektes Testverfahren zum Nachweis der Wirksamkeit gegen Hepatitis-B-Viren.

DVG

Deutsche Veterinär-medizinische Gesellschaft e. V.

DVGW

Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches

DVV

Deutsche Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e.V.

Dip Slides

Semiquantitativer Nachweis von Bakterien, Hefen, Pilzen in Flüssigkeiten.

DIN 58929

Alternatves Verfahren zur Validierung der Dampf-Kleinsterilisatoren

E

E. S. G. E. N. A.

The European Society Of Gastroenterology And Endoscopy – Nurses And Associates

E. S. G.E

The European Society Of Gastrointestinal Endoscopy

E.coli

Escherichia coli. Aerobes, gramnegatives Bakterium. Kommt im Darm bei Menschen und Tieren vor. Indikator für unzureichende Reinigung u. Desinfektion.

E.S.B.L.

Extended Spectrum Beta-Lactamasen. Enzyme, die von Bakterien gebildet werden und Beta-Lactam-Antibiotika inaktivieren können.

EG-Sicherheitsdatenblatt

Schriftliche Information nach der Chemikalienverordnung für Chemikalien, die Gefahrstoffe sind oder Gefahrstoffe beinhalten.

Emulgatoren

Emulgatoren sind Hilfsstoffen, die dazu dienen, Stoffe, die nicht mischbar sind z. B. Wasser und Öl, zu vermengen und zu stabilisieren.

Emulsion

ein fein verteiltes Gemisch zweier normalerweise nicht mischbarer Flüssigkeiten ohne sichtbare Entmischung. Beispiel: Cremes und Lotionen.

Emulsion - Wasser-in-Öl (W/O)

Die Wasserphase der Emulsion befindet sich außen, während die Fettphase sich innen befindet.

Emulsion - Öl-in-Wasser (O/W)

Die Fettphase befindet sich innen, während die Wasserphase sich außen befindet.

EN

Europäische Normen - sind harmonisierende Regeln des Europäischen Komitees für Normung.

EN 13060

EN 13060 - beschreibt Anforderungen an Dampf- Kleinsterilsatoren. Unterteilt in Programmklassen N, S, B.

Endogene Infektion

Übertragung von Erregern aus körpereigenen besiedelten Regionen

Enterale Infektion

Krankheitserreger dringen über den Darm in den Organismus ein.

Enterobakterien

gramnegative Bakterien, kommen überall in der Umwelt (Boden, Wasser) vor. Einige sind typische Bewohner der gesunden Darmflora.

Enterokokken

grampositive Bakterien, gehören zur Gruppe Milchsäurebakterien, können bei immungeschwächten Menschen Erkrankungen auslösen

Enzyme

Katalysatoren, die biochemische Reaktionen steuern und organische Verschmutzungen aufspalten können, wie Amylasen, Proteasen, Lipasen

EO

Ethylenoxid

Evalulierung

Bewertung von Einrichtungen und Prozessen. Bewertet werden Rahmenbedingungen, Strukturen und Ergebnisse.

Exogene Infektion

Übertragung von Erregern aus dem Umfeld – von Mensch zu Mensch

Expositionen

Sind schädigende Belastungen durch chemische und biologische Stoffe

EN 15883

Normenreihe, die Anforderungen an Reinigungs- u. Desinfektionsgeräte beschreibt.

EPS

Extrazelluare polymerische Substanz, Schleimschicht und Grundlage bei Biofilmen.

F

fakultativ pathogen

verursacht unter bestimmten Voraussetzungen Erkrankungen.

FCV

FCV = Felines Calcivirus. Surrogatvirus für Noroviren

FO

Formaldehyd

Fungizid

Abtötung von Pilzen

Funktionsarzneimittel

Präparate, die durch pharmakologische Wirkung die physiologischen Funktionen der Menschen wiederherstellen.

fäkal-orale Infektion

Erreger aus Fäkalien, gelangen durch den Mund in den Organismus, z. B. durch verunreinigtes Trinkwasser.

G

G-BA

Gemeinsamer Bundesausschuss. Selbstverwaltung nach § 91 SGVB V der Kassenärztlichen Vereinigungen (KBV), der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKHG) und Vertretern der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV).

Gefahrstoffkennzeichnung

Kennzeichnung von Gefahrstoffen. Dazu gehören Gefahrensymbole, Hinweise auf mögliche Risiken sowie Sicherheitsempfehlungen.

GefStoffV

Die Gefahrstoffverordnung - regelt das Inverkehrbringen von gefährlichen Stoffen und Zubereitungen.

GGVSE

Gefahrgutverordnung. Verkehrsrechtliche Bestimmung zu Einstufung, Verpackung und Transport gefährlicher Güter

GHS

Globally Harmonised System of Classification and Labelling - weltweites System im Umgang mit Gefahrstoffen

GHUP

Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin

GKV

Gesetzliche Krankenversicherung.

GMDN

Global Medical Devices Nomenclature - Erfassung und Registrierung von Medizinprodukten im Zusammenhang mit EUDAMED

Gramnegative Bakterien

rot gefärbte Bakterien, dünne Zellwand

Grampositive Bakterien

blau gefärbte Bakterien, dichte Zellwand

H

H-Sätze

Hazard Statement -beschreiben Gefährdungen, die von chemischen Stoffen oder Zubereitungen ausgehen

HACCP

Hazard Analysis of Critical Control Points - Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Hygiene in Lebensmittel- und Küchenbereichen

Hamamelis

Heilpflanze, die entzündungshemmend und pflegend auf die Haut wirkt.

Harnstoff (Urea)

Zusatz in Pflegeprodukten, der die Haut vor Feuchtigkeitsverlust schützt und die natürliche Hautfunktion stärkt.

HAV

Hepatitis A Virus

HBsAg-Test

Ein früheres indirektes Testverfahren zum Nachweis der Wirksamkeit gegenüber Hepatitis-B-Viren

HBV

Hepatitis-B-Virus

HCV

Hepatitis-C-Virus

Hefen und Pilze

sind empfindlich gegen hohe Temperaturen und Desinfektionsmittel. Verursachen Haut- und Schleimhautinfektionen, Pneumonie, Bronchitis

Helix-Prüfkörper

Chemo-Indikator zur Chargenkontrolle bei Dampf-Kleinsterilisatoren, Klasse B

Herstellervalidierung

Nachweise, die von Herstellern zu erbringen sind.

HIV

Human Immundifiency Virus (AIDS)

humanpathogen

den Menschen betreffende Krankheitserreger

Hygienische Händedesinfektion

Abtötung/Inaktivierung transienter Keime/Mikroorganismen.

Hygienische Händewaschung

Beseitigung von Verschmutzungen, bei gleichzeitiger Abtötung/Inaktivierung von Keimen/Mikroorganismen.

Händereinigung

Beseitigung von Verschmutzungen. Vermindert Keimzahlen, eine Abtötung von Krankheitserregern erfolgt nicht.

I

IfSG

Infektionsschutzgesetz. Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen.

IHO

Industrieverband Hygiene und Oberflächenschutz.

IfSG - § 18

regelt behördlich angeordnete Maßnahmen zu Entseuchungen, Entwesungen, Bekämpfung von Krankheitserregern.

IfSG § 23

Einhaltung und Überwachung von Maßnahmen zur Infektionshygiene.

INCI

International Nomenclature of Cosmetic Ingredients. EG-Richtlinie zur Deklaration von Inhaltsstoffen bei Kosmetika

Indikatorsysteme

Werden zur Kontrolle von Reinigungs-, Desinfektions- u. Sterilisationsprozesse verwendet.

Infektion

das aktive oder passive Eindringen, Anhaften und Vermehren von Krankheitserregern.

Infektion - endogene

Übertragung von Erregern aus körpereigenen besiedelten Regionen.

Infektion - exogene

Erregerübertragung durch Infektionserreger aus der Umgebung

Infektion - nosokomiale

Infektion, in zeitlichem Zusammenhang mit einer stationären oder ambulanten medizinischen Maßnahme.

Infektion direkte

direkte Erregerübertragung durch Körperkontakt oder durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten.

Infektion genitale

Erregerübertragung durch Geschlechtsorgane.

Infektion indirekte

indirekte Erregerübertragung durch Übertragungswege, wie Wasser, Nahrung, kontaminierte Gegenstände, infektiöse Tröpfchen, Insekten.

Infektion urogenitale

Erreger gelangen über den Harntrakt in den Organismus.

Influenza-Viren

gehören zur Familie der Orthomyxoviren. Influenza A- und B-Viren sind beim Menschen von Bedeutung.

Inhalationsinfektion

Erreger gelangen über die Atemwege in den Organismus.

Installationsqualifikation

ist der Nachweis, dass Aufstellungsbedingungen erfüllt werden und Geräte ordnungsgemäß installiert wurden

Inverkehrbringen

jede entgeltliche oder unentgeltliche Abgabe von Medizinprodukten.

ISO

Internationale Organisation für Normung (International Organization for Standardization) Deutsches Mitglied ist das Deutsche Institut für Normung (DIN).

K

Kavitation

Sekundäreffekt, der bei US-Reinigung die elektrische Energie in mechanische Schwingungen umsetzt.

KBE

Koloniebildende Einheiten bei Keimen

KBV

Kassenärztliche Bundesvereinigung.

Kolonisation

Besiedlung von Mikroorganismen an Körperstellen

Konformitätsbewertung

Bewerten, Ermitteln, Einhalten von Anforderungen an Medzinprodukten im Rahmen der CE-Kennzeichnung.

Kontaktinfektion

bezeichnet eine Übertragung von Krankheitserregern durch direkten Körperkontakt (Berührung), Kontakt mit Körperflüssigkeit und indirekten Kontakt durch Gegenstände.

Kontamination(en)

Verunreinigung durch unerwünschte, in der Regel schädliche Stoffe, wie Mikroorganismen auf Oberflächen

Krankheitserreger

Mikroorganismen, die gesundheitsschädigende Abläufe verursachen.

Kreuzinfektion

Übertagung von Erregern in einer Infektionskette, von einem Infizierten auf einen anderen Wirt und wieder zurück.

Krinko

Kommision von BfArm u. RKI für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention.

L

LC-

Letale Konzentration. Angaben zur akuten Toxizität

LD-

Letale Dosis. Angaben zur akuten Toxizität

Legionellen

im Wasser lebende gramnegative nicht sporenbildende Bakterien, die potenziell humanpathogen sind.

Leistungsqualifikation

ist der Nachweis, dass ein Gerät, so wie es installiert ist und betrieben wird, dauerhaft reproduzierbare Ergebnisse erzielt.

Levurozid

levurozid = wirksam gegen Hefen

Lipasen

Enzyme, die von Lipiden freie Fettsäuren abspalten.

LÄK

Landesärztekammern

M

Mykobakterien

Eine Gattung, bestehend aus ca. 100 Arten. Zu ihnen gehören Krankheitserreger des Menschen, wie Mycobacterium tuberculosis (Tuberkulose) und Mycobacterium leprae (Lepra), Krankheitserreger von Tieren, wie der Erreger der Rindertuberkulose (Mycobacterium bovis), aber auch freilebende Arten. Einige der freilebenden Bakterien können bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem Krankheiten verursachen.

MRGN

Multiresistente grammnegative Stäbchenbakterien, wie p. aeruginosa, e. coli, Klebsiella etc - sind mehrfach antibiotikaresistent

M.-tuberculosis

Grampositives, typisches Mykobakterium, hochinfektiös.

M.avium

Mykobakterium avium. Aerobes, säurefestes Mykobakterium.

M.terrae

Atypisches Mykobakterium. Pathogen bei immunsupprimierten Patienten. Referenzbakterium zum Nachweis der Tuberkulosewirksamkeit.

MAD-Test

Morphologischer Alterations- und Desintegrationstest – früheres Testverfahren zum Nachweis der Wirksamkeit gegenüber Hepatitis-B-Viren.

MAK-Wert

Maximale Arbeitsplatzkonzentration. Benennt den zu überwachenden arbeitsplatzbezogenen Wert bei Expositionen. Wurde durch Arbeitsplatzgrenzwert ersetzt

MDK

Medizinischer Dienst der Krankenkassen

Medizinprodukte

Medizinprodukte sind keine Arzneimittel, sondern Produkte die zur Anwendung am Menschen zur Erkennung, Verhütung, Überwachung, Linderung und Kompensierung von Krankheiten, Verletzungen u .ä. bestimmt sind oder dazu bestimmt sind, mit einem anderen Medizinprodukt verwendet zu werden..

Mikroorganismen

alle, mit bloßem Augen nicht sichtbaren - nützlichen und schädlichen - tierischen oder pflanzlichen Organismen.

Mikrobielle Erreger

Krankheitserregende Mikroorganismen.

Mikrofiltration

ist ein Verfahren zur Filtration, bei dem die Porengröße > 0,1 µm beträgt.

MPBetreibV

Medizinprodukte-Betreiberverordnung – regelt das Errichten, Betreiben und Anwenden von Medizinprodukten

MPG

Medizinprodukte Gesetz – regelt die Herstellung, das Inverkehrbringen und die Instandhaltung von Medizinprodukten

MPSV

Medizinprodukte-Sicherheitsplanverordnung. Diese regelt die Erfassung, Bewertung und Abwehr von Risiken bei Medizinprodukten. Nennt Meldepflicht, Fristen und Modalitäten bei Vorkommnissen.

MRSA

Methicillin-resistente Staphylococcus aureus. Auch Referenz zum Nachweis mehrfacher Antibiotika-Restistenzen.

Multiresistenz

Keime, die gegen mehrere Antibiotika resistent sind

Mykobakterizid

Wirksamkeit gegen typische (M.tuberkulosis) und atypische Mykobakterien (M.avium, M.terrae)

MedHygVO

Landeshygieneverordnungen. Regeln Hygieneanforderungen und Qualifikation an Fachpersonal.

N

NAMed

Normenausschuss Medizin im Deutschen Institut für Normung

Nonfermenter

gramnegative Stäbchenbakterien, Wasserkeime

Noro-Viren

Noro-Viren (FCV) meldepflichtige Erkrankung

Nosokomiale Infektionen

Infektionen im zeitlichen Zusammenhang mit einer stationären oder ambulanten medizinischen Maßnahme

Notified Body

benannte Stelle

NTU

NTU = Nephelometric Turbidity Unit – Messung der Wassertrübung bei 90° C

O

obligat pathogen

verursacht immer Krankheiten.

ORSA

Oxacillin-resistente Staphylococcus aureus

P

P-Sätze

Precautionary Statement - geben Sicherheitshinweise, Sicherheitsmaßnahmen im Umgang mit Chemikalien/Substanzen

P. aeruginosa

Pseudomonas aeruginosa. Aerobes, gramnegatives Bakterium. Weit verbreiteter, durch Wasser übertragener, Krankheitserreger. Hauptverursacher nosokomialer Infektionen.

Parenterale Infektion

wörtlich "am Darm vorbei", Krankheitserreger gelangen nicht über den Verdauungstrakt in den Organismus.

Partikelfilter

gehören zur Wasserfeinfiltration, halten Trübstoffe zurück, verbessern eine wirtschaftliche Wasser-Sterilfiltration!

Pathogenität

Eigenschaft bzw. Fähigkeit Krankheiten verursachen zu können.

Perkutane Infektion

Erreger gelangen über die Haut in den Organismus.

Permuköse Infektion

Erreger gelangen über die Schleimhäute in den Organismus.

Polio Virus

Unbehülltes sehr widerstandsfähiges Enterovirus. Verursacht Kinderlähmung. Übertragung durch Schmutz- und Schmierinfektionen. Referenzvirus.

Polyoma-Virus

DNA-Virus, gehört zur Gruppe der Papova-Viren, ist schwer zu zerstören. Kann bei Mensch und Tier schwere Erkrankungen verursachen.

PQsG

Pflegequalitätssicherungsgesetz

prEN

Vorläufige europäische Norm

Prionen

Proteinaceous Infectious particle - sind Proteine, die im menschlichen Organismus in normalen aber auch in anormalen, pathogenen Strukturen vorliegen.

Prozessindikator

dienen der Chargenkontrolle bei Dampfsterilisatoren.

Präsentatiosarzneimittel

Präparate mit therapeutischen Eigenschaften zur Heilung und Linderung bestimmter Krankheiten.

PSA

Persönliche Schutzausrüstung

PEP

Postexpositionsprophylaxe. Maßnahme nach möglichem Kontakt mit HIV-Erregern, um den Ausbruch der Erkrankung zu verhindern oder den Verlauf abzumildern.

Q

QEP

Qualität und Entwicklung in Praxen. Ein QM-System der kassenärztlichen Vereinigung.

QM

Qualitätsmanagement - Maßnahmen um Methoden, Abläufe und Prozesse im Sinne der Qualitätssicherung zu regeln

QMB

Qualitätsmanagement Beauftragter

QS

Qualitätssicherung - sind Maßnahmen zur Sicherstellung gleich bleibender Qualitätsstandards. Gleichzeitig Vorraussetzung zur Zertifizierung.

R

REACH

Registration Evaluation and Authorization of Chemicals - Europäische Chemikalienverordnung von 1. Juni 2000

Residente Mikroorganismen

sind hauteigene Mikroorganismen, die dort ständig leben und sich vermehren.

retrograde Verkeimung

rückwertige Verkeimung

RF

Reduktionsfaktor – benennt die Keimreduktion in log-Stufen

Rhino-Viren

sind Erreger, die Schnupfen bzw. Erkältung erzeugen. Sie gehören zur Gruppe der Picomaviridae.

RKI

Robert-Koch-Institut – zentrale Einrichtung der Bundesrepublik Deutschland zur Erforschung, Vorbeugung und Überwachung von Infektionskrankheiten.

Rotavirus

Unbehülltes hydrophiles Virus, das gegen Umwelteinflüsse relativ resistent ist. Verursacht Durchfallerkrankungen. - meldepflichtig!

Rote Liste

Verzeichnis aller Fertigarzneien für Ärzte und Apotheker

Routinekontrollen

Überwachung der Prozessabläufe, um reproduzierbare Ergebnisse zu sicherzustellen.

RDG

Reinigungs- u. Desinfektionsgeräte zur Aufbereitung medizinischer Instrumente und Gegenstände

RDG-E

Reinigungs- u. Desinfektionsgeräte zur Aufbereitung flexibler Endoskope

S

Sono Check

Prüfkörper zur Überprüfung der Funktionen bei US-Reinigungsgeräten.

Sterilbarrieresystem

Verhindert Eindringen von Mikroorganismen

S. aureus

Staphylococcus aureus. Aerobes, grampositives Bakterium. Weltweit verbreitet, gegen Antibiotika sehr restistent. Besiedelt Haut bzw. Schleimhäute. Ist einer der häufigsten Verursacher nosokomialer Infektionen.

Sachkenntnis gem. MPBetreibV

die für die Aufbereitung von Medizinprodukten erforderliche Qualifikation.

Salmonella SPP

gramnegatives Stäbchenbakterium. Hauptverursacher von Lebensmittelinfektionen

SDI-Messung

Messung des Verblockungsindex (silt density index)

Seal Check

Test zur Überprüfung der Foliensiegelnaht von Sterilgutverpackungen

SGB

Sozialgesetzbuch

Staphylokokken

grampositive Bakterien, häufigster Erreger nosokomialer Infektionen in Krankenhäusern

Streptokokken

grampositive Bakterien, Übertragung von Infektionen durch Gastro- und Bronchoskope

Sterilgutverpackungen

sind Hartverpackungen (Container, Kassetten) oder Weichverpackungen (Verbundfolien, Vliesstoff, Sterilpapier, Blisterverpackung)

Sterilisationsverfahren

Bestrahlung (Beta- u. Gammastrahlen), Chemische Verfahren (EO, FO, Plasma), Thermische Verfahren (Dampfsterilisation, Heißluftsterilisation)

Surrogat Virus

Alternative zur Bestimmung der Viruswirksamkeit, wenn Humanviren als Zellkultursystem nicht zur Verfügung stehen.

SV40-Virus

Gehört zur den Papova-Viren. Ist schwer zu zerstören. Kann schwere Erkrankungen bei Mensch und Tier verursachen. Testvirus zum Nachweis der Viruswirksamkeit.

Sedierung

Beruhigung oder Schlaferzeugung durch Medikamente. Eine Alternative zur Narkose.

T

Temporär residente Flora

gehören zur transienten Flora, bleiben aber längere Zeit ohne Symptome, Bsp.: Staphylococcus aureus.

thermische Desinfektionsverfahren

Abtöten/Inaktivieren von Mikroorganismen durch Hitze.

Toxizität (akute)

beschreibt die Giftigkeit eines Stoffes.

Toxizität (lokale)

Primäre Reizwirkung beim direkten Kontakt mit der Haut

transiente Mikroorganismen

umfasst alle Mikroorganismen, die von außen auf die Haut gelangen und sich vorübergehend ansiedeln.

TRBA

Technische Regeln für den Umgang mit Biologische Arbeitsstoffe

TRGS

Technische Regeln für den Umgang mit Gefahrstoffen

TRGS 401

Gefährdung durch Hautkontakt - Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen.

TrinkwV

Trinkwasserverordung - regelt die Qualität des Trinkwassers für den menschlichen Gebrauch.

TRWI

Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen z. B. DIN 1988

Tröpfcheninfektion

bezeichnet die aerogene Übertragung infektiöser Erregern durch Tröpfchen.

U

Ultraschall

setzt elektrische Energie in mechanische Schwingung um.

Umkehrosmose

Umkehrosmose oder Reversosmose ist ein Verfahren zur Aufbereitung von Wasser. Hält nahezu alle gelösten Mineralstoffe zurück (VE-Wasser)

unbehüllte Viren

hüllenloses Virus, generell schwerer zu inaktivieren und resistenter gegen Desinfektionsmittel

UVV

Unfallverhütungsvorschrift

V

Vaccinia

Behülltes Virus (Sonderform). Wurde als Impfvirus gegen Pocken verwendet. Ist Referenzvirus zum Nachweis der Wirksamkeit gegen behüllte Viren.

VAH

Verbund für angewandte Hygiene e. V. - Zusammenschluss der Fachgesellschaften DGKH, DGHM, GHU, BVÄrzteÖGD.

Vakkum-Test

Verfahren zur Fehlerdiagnose bei Dampf-Kleinsterilisatoren

Validierung

Dokumentieren von Daten (erbringen, aufzeichnen, interpretieren) um aufzuzeigen, daß ein Prozess oder Verfahren ständig mit vorgegebenen Spezifikationen übereinstimmt.

VDI

Verein Deutscher Ingenieure

VE-Wasser

Vollentsalztes Wasser, Grenzwert

Verifizierung

Belegt durch objektive Nachweise, das festgelegte Anforderungen erfüllt werden

Viren

besitzen keine Zellstruktur, keinen Stoffwechsel, Vermehrung erfolgt in lebenden Zellen. Viren sind empfindlich gegen hohe Temperaturen und gegen Desinfektionsmittel. Unterschieden werden behüllte und unbehüllte Viren.

Viruzid

Wirksamkeit gegen behüllte und unbehüllte Viren

Vitamin E - (Tocopheryl Acetate)

Stärkt die Widerstandskraft der Haut und fördert die Zellerneuerung.

Vitamine (Hautpflege)

Vitamine, die in der Hautpflege eingesetzt werden, erhalten die Hautfunktionen, fördern und regenerieren die Haut.

VRE

Vancomycin-resistente Enterokokken. Referenz zum Nachweis mehrfacher Antibiotika-Resistenzen.

VRSA

Vancomycin-resistente Staphylococcus aureus. Resistent gegen viele Antibiotika

Vorkommnisse

Funktionsstörungen, Ausfälle, mangelhafte Beschreibungen eines Medizinproduktes.

W

Wasseraufbereitung

Entfernung von Stoffen durch Reinigung, Sterilisation, Enthärtung, Entsalzung, Filtration.

Wasserenthärtung

erfolgt durch Entkalkung, Teil- und Vollentsalzung.

Wasserfiltration

ein bewährtes Verfahren zur Wasseraufbereitung

Wassersterilfiltration

eine sichere Methode um hygienisch einwandfreies Wasser zu Verfügung zu stellen

WGK

Wassergefährdungsklasse – eine Einstufung wassergefährdender Stoffe

Wirt

Lebewesen, dass andere Organismen mit lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt.

Wirtszelle

dient einem Virus zur Vermehrung.

Wasserhärte

Ist vom Mineralstoffgehalt (im Wesentlichen Calcium-, Magnesium) abhängig, wird als d.H. bezeichnet und in µs (Mikrosiemens) gemessen.

Wasserdesinfektion

Erfolgt durch Erhitzen oder UV-Bestrahlung

Z

Zweckbestimmung

die Verwendung für die ein Medizinprodukt nach der Kennzeichnung bestimmt ist.

ZSVA

Zentrale Sterilgutversorgungsabteilungen